Nützliche Tipps für die Reise

Entdecken Sie die faszinierenden Facetten Kenias – von den traumhaften Stränden Mombasas bis hin zu den beeindruckenden Safaris im Landesinneren. Erfahren Sie alles über die neuen Einreisebestimmungen, die besten Reisezeiten und die vielfältigen Verkehrsmittel, die Ihnen helfen, dieses einzigartige Land zu erkunden.
Mombasa Moi Avenue

Einreise- und Zollbestimmungen

Zum 05.01.2024 wurden die Einreisebestimmungen für die Einreise nach Kenia geändert. Es besteht für deutsche Staatsangehörige keine Visapflicht mehr. Ein mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass und ein Rück- oder Weiterreiseticket sind vorzulegen. Reisedokumente müssen sechs Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig.

Beantragung der elektronischen Reisegenehmigung (eTA) Link zu: www.etakenya.go.ke

Seit dem 5. Januar 2024 benötigen alle Reisenden  eine „Electronic Travel Authorization“ (sogenannte „eTA“; seit Einführung der eTA ist kein Visum mehr erforderlich) zur Einreise nach Kenia.
Bitte halten Sie die folgenden Dokumente bereit, bevor Sie Ihren Antrag stellen.

  1. Gültiger Reisepass, der noch mindestens sechs (6) Monate nach dem geplanten Einreisedatum in Kenia gültig ist und mindestens eine leere Seite enthält.
  2. Selfie oder reisepassähnliches Foto.
  3. Kontaktinformationen, E-Mail Adresse und Telefonnummer.
  4. Einzelheiten zu Ihrer Ankunfts- und Abfahrtsroute.
  5. Buchungsbestätigung(en) der Unterkunft.
  6. Kreditkarte, Debitkarte oder andere Zahlungsmittel.

Die Bearbeitungszeit beträgt drei (3) Arbeitstage, kann aber in manchen Fällen auch länger dauern.

Die Einfuhr von Waffen (einschl. Gaspistolen, Tränengas u.a. in Deutschland frei verkäufliche Waffen zur Selbstverteidigung) und Drogen aller Art ist strikt verboten. 
Elektronische Geräte sind bei der Einreise zu deklarieren, d.h. werden in den Reisepass eingetragen und müssen bei der Ausreise vorgezeigt werden, ansonsten sind empfindliche Zölle fällig!. Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden. Die Einfuhr jeder Art pornographischen Materials ist verboten.
Landeswährung darf nur bis zu einem Gegenwert von 6.000 US-Dollar ein- bzw. ausgeführt werden.

Da die meisten exotischen Tier- und Pflanzenarten geschützt sind, ist der Besitz und damit auch die Ausfuhr entsprechender Souvenirs verboten und wird mit hohen Geld- oder Haftstrafen geahndet. Das gilt auch für Muscheln, Korallen etc. welche am Strand gefunden wurden. (Quelle: Auswärtiges Amt)

Tsavo East

Klima und Reisezeit

Die beste Urlaubszeit für Kenias Küste ist zwischen Juni und Februar, Baden kann man im Indischen Ozean ganzjährig.

Es gibt in Kenia in sehr unterschiedliche Klimazonen. Durch die großen Höhenunterschiede vom Meer bis hin zu den über 5.000 m hohen Bergen, gibt es große Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsunterschiede in den einzelnen Landesteilen. An der Küste herrscht ein subtropisches Klima mit Temperaturen von 22° bis 35° C und einer hohen Luftfeuchtigkeit, im Hochland findet man mit Temperaturen von 19° bis 27° C schon fast ein als europäisch zu bezeichnendes Klima.

In Kenia gibt es zwei Regenzeiten. Die “große Regenzeit” dauert von April bis Mai, die “kleine Regenzeit” von Ende Oktober bis Ende November. Das bedeutet aber nicht, dass es andauernd regnet. Meistens kommt es am späten Nachmittag und abends zu kräftigen Platzregen und danach klart es schnell wieder auf.
Wenn man eine Safari plant ist die Regenzeit sogar die beste Zeit. Durch die Feuchtigkeit explodiert die Vegetation förmlich und selbst Savannen und Halbwüsten, erscheinen in einem saftigen Grün.

Mombasa Bus
Taxi
Matatu
Tuc Tuc
Piki Piki

Verkehr &Transportmittel

Kenia ist ein faszinierendes Reiseland – von der pulsierenden Metropole Nairobi bis zu den traumhaften Stränden bei Mombasa am Indischen Ozean. Doch genauso vielfältig wie die Landschaft ist auch das Angebot an Verkehrsmitteln. Wer das Land bereist, sollte sich vorab mit den Besonderheiten vertraut machen, denn Komfort, Sicherheit und Organisation unterscheiden sich teils deutlich von europäischen Standards.


🚆 Eisenbahn – Modern und effizient

Ein echtes Highlight im kenianischen Verkehrsnetz ist die moderne Eisenbahnlinie der Kenya Railways Corporation. Seit 2017 verbindet die sogenannte Standard Gauge Railway (SGR) die Hafenstadt Mombasa mit der Hauptstadt Nairobi.

Die rund 480 Kilometer lange Strecke hat die Reisezeit drastisch verkürzt: Statt über zehn Stunden benötigt der Zug heute nur noch etwas mehr als vier Stunden. Die Züge sind komfortabel, relativ zuverlässig und gelten als eine der sichersten Reisemöglichkeiten im Land.

Langfristig soll die Strecke weiter ausgebaut werden – bis nach Malaba an der Grenze zu Uganda und perspektivisch sogar bis Kampala. Tickets können bequem online gebucht werden, was die Planung für Reisende deutlich erleichtert.


🚌 Überlandbus – Günstig, aber riskant

Busse verbinden die großen Städte und sind oft die preiswerteste Möglichkeit, lange Strecken zurückzulegen. Allerdings ist Vorsicht geboten: Der Straßenverkehr in Kenia gilt als chaotisch und nicht ungefährlich.

Besonders auf stark befahrenen Routen wie Mombasa–Nairobi kommt es häufig zu riskanten Überholmanövern und leider auch zu Unfällen. Viele Busse sind technisch nicht auf dem neuesten Stand, und übermüdete Fahrer stellen ein zusätzliches Risiko dar. Wer sich dennoch für den Bus entscheidet, sollte auf bekannte Anbieter setzen und Nachtfahrten möglichst vermeiden.


🚖 Taxi – Verhandlungssache

Taxis sind in Kenia nicht immer eindeutig als solche erkennbar. Oft handelt es sich um ältere Privatfahrzeuge ohne Taxameter.

Wichtig: Der Preis muss unbedingt vor Fahrtbeginn ausgehandelt werden! Wer sich nicht vorher informiert, zahlt schnell zu viel. In größeren Städten gibt es mittlerweile auch Ride-Hailing-Apps, die eine transparentere Alternative darstellen.


🚐 Matatu – Das Herz des öffentlichen Verkehrs

Matatus sind das wichtigste Verkehrsmittel im Alltag der Kenianer. Dabei handelt es sich um Minibusse, die feste Routen bedienen, aber flexibel anhalten – einfach die Hand heben genügt.

Ein Matatu besteht aus einem Fahrer und einem sogenannten „Conductor“, der Fahrgäste akquiriert und das Einsteigen organisiert. Die Fahrzeuge sind oft voll – manchmal sehr voll – und bieten Platz für deutlich mehr Menschen, als man erwarten würde.

Die Fahrten sind günstig und authentisch, aber auch laut, eng und nicht immer sicher. Für viele Reisende gehört eine Fahrt im Matatu dennoch zu den eindrucksvollsten Erfahrungen.


🛺 Tuk Tuk – Klein, wendig und günstig

Die aus Indien bekannten motorisierten Dreiräder sind auch in Kenia weit verbreitet. Tuk Tuks sind besonders in Küstenregionen und kleineren Städten unterwegs und eignen sich ideal für kurze Strecken.

Sie sind preiswert, relativ zuverlässig und eine gute Alternative zum Taxi – vor allem, wenn man sich schnell durch den Verkehr bewegen möchte.


🏍️ Piki Piki – Schnell, aber nicht ohne Risiko

Piki Piki, also Motorradtaxis, sind die schnellste Möglichkeit, sich durch den oft dichten Verkehr zu bewegen. Sie transportieren je nach Bedarf ein oder sogar mehrere Personen.

Allerdings ist diese Art der Fortbewegung auch mit Risiken verbunden: Helme sind nicht immer verfügbar, und die Fahrweise kann abenteuerlich sein. Wer sich dafür entscheidet, sollte besonders vorsichtig sein und möglichst auf Schutzmaßnahmen achten.


✈️ Fazit – Vielfalt mit Herausforderungen

Die Verkehrsmittel in Kenia sind so vielfältig wie das Land selbst. Von moderner Eisenbahn bis hin zu improvisierten Minibussen ist alles dabei.

Für Reisende gilt:

  • Sicherheit sollte immer Priorität haben
  • Preise vorher klären
  • und sich auf ein Abenteuer einlassen

Denn genau das macht das Reisen in Kenia so besonders – es ist nicht nur ein Ortswechsel, sondern ein echtes Erlebnis.


Tipp: Wer Komfort und Sicherheit bevorzugt, kombiniert am besten Zugfahrten mit organisierten Transfers oder seriösen Taxi-Diensten.

Diani Beach
Mombasa Nordküste
Mtwapa Beach

Traumhafte Strände: Sonne, Sand und tropisches Flair

Kenia ist nicht nur für seine beeindruckenden Safaris bekannt – auch für einen entspannten Badeurlaub bietet das ostafrikanische Land ideale Bedingungen. Entlang der Küste erwarten Reisende kilometerlange, saubere Sandstrände, malerische Buchten und eine Kulisse, die wie aus dem Bilderbuch wirkt: schneeweißer Sand, sanft wiegende Palmen und das türkisfarbene Wasser des Indischen Ozeans.

Ein besonderer Vorteil der kenianischen Strände ist das vorgelagerte Korallenriff. Es wirkt wie ein natürlicher Schutzschild, der hohe Wellen abhält und gleichzeitig für ein ruhiges Badeerlebnis sorgt. Auch das Thema Sicherheit im Wasser wird dadurch positiv beeinflusst. Mit einer konstanten Wassertemperatur von etwa 25 °C ist das Meer das ganze Jahr über angenehm warm. Selbst während der Regenzeiten bleibt der Badeurlaub attraktiv – die oft kurzen, aber intensiven Schauer werden meist schnell von Sonnenschein abgelöst.

Die meisten Strände sind gut touristisch erschlossen. Hotels bieten Liegen und Sonnenschirme zur Miete an, wodurch die Strandabschnitte gepflegt und komfortabel sind. Klassische Bademeister sucht man jedoch vergeblich. Stattdessen sorgen sogenannte Askaris für Sicherheit an Land – ihre Zuständigkeit endet allerdings am Strand.

Da alle Strände in Kenia öffentlich sind, begegnet man hier nicht nur Urlaubern, sondern auch einheimischen Fischern mit ihren Booten. Ebenso gehören Händler zum typischen Strandbild. Gerade zu Beginn wird man häufig angesprochen, doch ein freundliches „Nein, danke“ wird in der Regel respektiert. Wer Lust hat, kann hier jedoch auch schöne Souvenirs entdecken – vergleichen und handeln gehört dabei einfach dazu.

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: Strandbars und kleine Cafés laden mit kühlen Getränken, Eis und lokalen Spezialitäten zum Verweilen ein. Aktivurlauber kommen ebenfalls auf ihre Kosten, denn viele Strände bieten Möglichkeiten für Wassersportarten wie Surfen, Jet-Ski oder Wasserski.

Auch Unterwasserfans finden entlang der Küste ideale Bedingungen. Besonders rund um Mombasa, Watamu und Malindi gibt es zahlreiche Spots zum Schnorcheln und Tauchen, bei denen sich die faszinierende Welt der Korallenriffe entdecken lässt.

Trotz aller Urlaubsfreude sollte man den Sonnenschutz nicht unterschätzen. Zwischen 9 und 17 Uhr empfiehlt sich unbedingt eine wasserfeste Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Die oft vorhandenen Palmen spenden zwar angenehmen Schatten, ersetzen aber keinen ausreichenden Schutz.

Wichtig zu wissen: Das Übernachten oder Zelten an den Stränden ist in Kenia offiziell verboten. Ebenso gilt ein Verbot für Nacktbaden oder „oben ohne“. Besonders in den Küstenregionen, die überwiegend muslimisch geprägt sind, sollte man diese kulturellen Gegebenheiten respektieren.

Fazit: Kenias Küste bietet die perfekte Mischung aus Erholung, Abenteuer und exotischem Flair. Wer tropische Strände, warmes Wasser und eine lebendige Atmosphäre sucht, wird hier garantiert fündig.

Mombasa Hospital

Medizinische Versorgung in Kenia: Was Reisende wissen sollten

Auch das Thema medizinische Versorgung sollte bei der Reisevorbereitung nicht außer Acht gelassen werden. Die gute Nachricht: In den großen Städten ist die Versorgung auf einem hohen Niveau.

In Nairobi und Mombasa finden sich moderne Krankenhäuser mit gut ausgebildetem medizinischem Personal. Besonders entlang der Küste profitieren Reisende zudem davon, dass viele Hotels mit erfahrenen Ärzten zusammenarbeiten oder medizinische Betreuung vermitteln können. Hier ist eine Behandlung oft problemlos und vergleichbar mit europäischen Standards möglich.

Zu den renommierten Krankenhäusern in Mombasa zählen unter anderem das Aga Khan Hospital, das Pandhia Memorial Hospital sowie das Mombasa Hospital. Einrichtungen wie das Aga Khan Mtwapa Medical Centre gelten sogar als medizinisch auf europäischem Niveau.

Anders sieht es außerhalb der großen Städte aus: In ländlicheren Regionen erfolgt die Versorgung meist über sogenannte Distrikt-Krankenhäuser. Diese sind funktional, entsprechen jedoch häufig nicht den hygienischen Standards, die man aus Europa gewohnt ist. Daher ist es ratsam, bei ernsthaften Erkrankungen möglichst eine Behandlung in den größeren Städten anzustreben.

Auch die Kostenstruktur unterscheidet sich von vielen europäischen Ländern: Arztbesuche und Behandlungen müssen in der Regel direkt vor Ort und meist bar bezahlt werden. Ein einfacher Arztbesuch kann beispielsweise umgerechnet etwa 7 Euro kosten, wobei zusätzliche Ausgaben für Laboruntersuchungen und Medikamente hinzukommen können. Ob und in welchem Umfang diese Kosten erstattet werden, hängt von der jeweiligen Krankenversicherung ab – eine vorherige Klärung ist daher unbedingt empfehlenswert.

In größeren Städten gibt es zudem gut ausgestattete Apotheken, in denen viele Medikamente erhältlich sind. Dennoch sollten wichtige, insbesondere verschreibungspflichtige Medikamente, vorsorglich aus dem Heimatland mitgebracht werden.

Fazit: Die medizinische Versorgung in Kenia ist in den urbanen Zentren gut, kann jedoch außerhalb deutlich eingeschränkt sein. Eine gute Reisevorbereitung, inklusive passender Auslandskrankenversicherung und eigener Reiseapotheke, sorgt dafür, dass man den Urlaub entspannt und sicher genießen kann.